Bühne Bayerischer Wald – Festspielsommer

Further_Drachenstich_Fotograf_Fred_Wutz

Bühne Bayerischer Wald: Festspielsommer

„Sommerzeit ist Festspielzeit“ heißt es in einer der beliebtesten Urlaubsregionen in Bayern. Kulturliebhaber genießen im Bayerischen Wald in den kommenden Wochen bei Theateraufführungen unter freiem Himmel die Extraportion Kultur – mitten in der Natur und mit dem größten Waldgebiet Mitteleuropas als Kulisse. Fast der gesamte Bayerische Wald wird jetzt zur Bühne, wenn die Panduren einfallen, der Drache Feuer spuckt oder der Elfenkönig Oberon im Sommernachtstraum seinen Zauber in Szene setzt.

Bühne Bayrischer Wald:

Mittelalter-Mystik in 2016: High-Tech-Drache beim Further Drachenstich
Mitreißend-mystisch wird es vom 5. bis 21. August im Grenzstädtchen Furth im Wald, wenn Mittelalter und Moderne aufeinander treffen: Der Further Drache, der größte vierbeinige Schreitroboter der Welt, wird beim Drachenstich, dem ältesten Volksschauspiel Deutschlands, zum Leben erweckt. Ein 4,50 Meter hohes und mehr als 15 Meter langes Ungetüm, das seine Tatzen hebt, sein Maul aufreißt oder vor dem entscheidenden Kampf des Guten gegen das Böse gelb-rote Flammen spuckt? Das lässt auch im 21. Jahrhundert niemanden kalt. Aberglaube hin oder her. Denn Hollywood-Spezialisten, Raumfahrt-Forscher und Roboter-Experten haben den Drachen, der einst in der Zeit der Hussitenkriege die Stadt Furth im Wald in Angst und Schrecken versetzt haben soll, mit modernster Technik und Spezialeffekten „lebendig“ werden lassen. In Waldmünchen zieht das Festspiel von Trenck, dem Panduren, die Zuschauer ab dem 8. Juli in seinen Bann. Wenn es Nacht wird im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet am Fuß des ?erchovs, hört man ihn, den Schrei, der einem sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren lässt: „Der Trenck vorm Tor“, schallt es durch Waldmünchen, gefolgt vom Rumpeln der Planwagen, dem donnernden Hufschlag der Rösser vor den Mauern der Stadt und den Rufen der Panduren um den Trenck, die die Bürger belagern.
Gedanklich zurück in die Vergangenheit reisen die Zuschauer und Besucher den ganzen Sommer über auch bei vielen anderen Festspielen, Freilichtaufführungen oder Festen quer durch den Bayerischen Wald, vom historischen Schlossfest rund um Schloss Wolfstein in Freyung (2. bis 4. September) über das Pandurenfest in Spiegelau am dritten Juliwochenende bis zu den Burgfestspielen in Neunußberg (Ende Juli bis Ende August), bei dem die Burgruine mit dem Stück „Die Siebtelbauern“ zur Bühne wird. Beim Pandurenfest in Spiegelau stärken sich die Besucher standesgemäß mit Pandurenbier und -braten. Und richtig bunt wird es vor Schloss Wolfstein, wenn Fieranten, Feuerspucker und Fechtkämpfer ankommen.

Lust, Lustiges und liebevolle Interpretationen auf den Freiluftbühnen
Historischer Hintergrund? Religiöse Rahmenhandlung? Leidenschaftliche Laienschauspieler? Traditionelle Theaterklassiker neu gestrickt? Im Bayerischen Wald haben Kulturfans die Wahl. Denn der Kultursommer ist hier so abwechslungs- und facettenreich wie die Region mit ihren Tälern und Tausendern. William Shakespeare war ein Bayer. Das könnte man zumindest vermuten, wenn man seinen „Sommernachtstraum“ auf dem Ludwigsberg bei Bad Kötzting erlebt. Denn die Festspielgemeinschaft zeigt ab dem 23. Juli, wie herrlich lustig, zweideutig und poetisch die Komödie auch ist, wenn sie ins Bairische übertragen wird. Auch oben, auf der Burgruine Lichtenegg bei Rimbach, wird ein Klassiker ganz neu interpretiert: Hier steht ab dem 9. Juli mit „Don Quichotte“  die Geschichte des berühmten Ritters von der traurigen Gestalt auf dem Spielplan. Und in Sankt Englmar geht es beim Lustspiel „De foische Dirn“ (unter anderem am 1. und 2. Juli) um Knecht Schorsch, der sich ins Zeug legt, um seine Angebetete, die stolze Bauerstochter, heiraten zu dürfen – gebuhlt wird um die Gunst der Liebsten natürlich in der Natur, im Hof der Alten Mühle im Kurpark. Viel Interessantes über den Festspielsommer im Bayerischen Wald und alle Termine auf einen Blick gibt´s unter www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Kultur-Kulinarik/Festspiele.

Für Klassik-Fans: Kulturwald-Konzerte in preisgekröntem Ambiente
„Schauen, hören, staunen“ könnte das Motto bei den Kulturwald-Konzerten in den kommenden Monaten lauten. Mehrmals sind die die Kulturwald-Macher und Künstler im Konzerthaus in Blaibach zu Gast, das heuer vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und von der Bayerischen Architektenkammer mit dem „artouro“ geehrt wurde. Der Preis wird an architektonisch besondere, touristische Projekte verliehen. Der Konzertgenuss in Blaibach ist also im wahrsten Sinne des Wortes eins: ausgezeichnet. Und davon können sich die Kulturliebhaber beispielsweise beim Kulturwald-Sommerfest und an vielen weiteren Abend  überzeugen.

Tipp für eine Pauschale: Auf den Spuren der wilden Panduren in Waldmünchen
Auf den Spuren der wilden Panduren ist man im Waldmünchner Urlaubsland unterwegs. Zwei Übernachtungen mit Frühstück im Hotel (zu festen Terminen), einen Besuch des Freilichtspiels „Trenck der Pandur“, einmal freien Eintritt ins Grenzland- und Trenck-Museum sowie ins AquaFit-Erlebnisbad und ein romantisches Abendmenü gibt´s im Hotel ab 139 Euro pro Person im Doppelzimmer.
http://www.bayerischer-wald.org/de/kultur-und-brauchtum/festspielpauschalen/

Informationen und Prospekte:
Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D 04, 93059 Regensburg, Tel. 0941 58539-0, Fax 0941 58539-39, www.ostbayern-tourismus.de und www.bayerischer-wald.de

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