Gipfelglück auf dem „Grünen Dach Europas“

TVO_Foto Andreas Hub

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Für Wanderer geht´s im Bayerischen Wald auf mehr als 130 Tausendern hoch hinaus

Könnte man den Bayerischen Wald in ein Regal stellen, würde er in den Geschäften wohl bei den Glücksbringern stehen. Denn auch der Bayerische Wald bringt Glück: Mehr als 130 Tausender und viele weitere Gipfel gibt es zwischen Donau, Böhmerwald und der Grenze zu Österreich. Wanderer haben hier, auf dem „Grünen Dach Europas“, besonders viele Möglichkeiten, Gipfelglück zu erleben. Gerade jetzt im Herbst zieht es Naturliebhaber raus ins Grüne, rauf auf die Bayerwald-Berge oder rein in die Hütten. Sie genießen die Tour durch den herbstlichen Wald, den Blick ins Tal, die frische Luft, so manch kulinarisches Schmankerl – und holen sich nebenbei eine Extraportion Glückshormone für Körper und Seele.

Im größten Waldgebiet Mitteleuropas tankt man frische Luft und Entspannung
Bäume produzieren Sauerstoff. Sauerstoff bedeutet Leben. In Bayern wachsen besonders viele Bäume, 2013 schätzte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Zahl der Bäume im Freistaat auf gut fünf Milliarden. Auch deshalb fühlen sich die Besucher im Bayerischen Wald wohl besonders lebendig. Denn im größten Waldgebiet in Bayern und in Mitteleuropa mit seinen ausgedehnten Tannen-, Buchen- und Fichten-Mischwäldern können sie jede Menge Sauerstoff tanken. Bei Wanderungen geht´s in der Mittelgebirgsregion auf Berge vom Almberg bis zum Zwercheck. Gipfelspaß von A bis Z gibt´s obendrauf. Manche schalten schon nach den ersten Metern auf dem weichen Waldboden ohne Autolärm und Handyklingeln in den Entspannungsmodus, während sie nur dem Rauschen der Blätter im Wind, dem Zwitschern der Vögel und dem Plätschern des nächsten Baches lauschen. Andere genießen vor allem den Aufstieg auf den Wanderwegen. Die Rast am Gipfelkreuz und die Aussicht auf die Städte und Dörfer des Bayerischen Waldes, die von oben wie ein Miniaturland wirken. Oder die Einkehr in Bergwirtshäusern wie der Geißkopfhütte, dem Lusenschutzhaus und vielen anderen Hütten, in denen selbst gebackener Apfelkuchen, „Grenzgängerschnitzel“ oder Schweinebraten aus dem Holzofen auf den Tisch kommen.

Gipfelstürmer haben die Wahl: Silberberg, Sternknöckel oder Sulzriegel
Lusen, Osser, Silberberg, Falkenstein, Geißkopf, Rachel oder Pröller kennen Wanderer, die das erste Mal ihren Urlaub im Bayerischen Wald verbringen, oft vom Hörensagen. Vor Ort sind die meisten überrascht, dass es noch etliche weitere Berge gibt, die man in Wanderstiefeln oder mit dem Mountainbike erkunden kann. Für Gipfelstürmer lohnt sich auch ein Abstecher auf Sternknöckel oder Sulzriegel, Käsplatte oder Knogl, Mittagsplatzl oder Mühlriegel. Manche Berge sind wie der der Guntherstein (700 Meter) nur ein paar hundert Meter hoch, andere bringen es auf deutlich über 1000 Meter. Die Tausend-Meter-Marke knackt man längst nicht nur auf dem 1456 Meter hohen Großen Arber, der als höchster Gipfel „König des Bayerischen Waldes“ genannt wird. Gerade die nicht ganz so bekannten Tausender wie Alzenberg, Brotjacklriegel, Eckstein, oder Grandelberg empfehlen Wanderer gerne als Geheimtipp.

An einem Tag auf den „König des Bayerwaldes“ und sieben weitere Tausender
Gleich mehrere Bayerwald-Riesen kann man bei der Tour „An einem Tag über acht Tausender“ erklimmen: Etwa sieben Stunden sind Wanderer auf der 18 Kilometer langen Strecke unterwegs, die vom Eck bei Arrach zu den Arberkamm-Gipfeln führt. Die Route geht über die Tausender Mühlriegel, Ödriegel, Schwarzeck, Reischflecksattel, Heugstatt, Enzian, Kleiner Arber, samt Aufstieg zum Großen Arber. Wer über die Bergkämme wandert, ist schon nach wenigen Minuten fasziniert: Von der Strecke, die auch als Königsetappe auf dem Goldsteig, Deutschlands längstem Fernwanderweg, gilt. Von der Aussicht auf den Bayerischen Wald und den Böhmerwald. Und droben, auf dem Großen Arber, von der Bayerischen Küche in der Eisensteiner Hütte, direkt vor dem Kamin, wo es auch an kühlen Herbsttagen kuschelig warm ist.

Von der Himmelssuite oder der Hütten-Terrasse aus genießt man den Blick ins Tal
Von Hütte zu Hütte kann man am Hohen Bogen wandern: Von der Forstdiensthütte am Hohen Bogen geht´s zum Farrenruck, hinauf zum Felskopf des Bärenriegels, um den Eckstein herum zum Hohen Bogen und der Bergstation, über den Ribenzinger Weg ins Tal und über den Seelenbrunnen und den Goldsteig-Wanderweg wieder steil bergauf zur Diensthütte. Mal spazieren die Wanderer auf dieser Tour mitten durch den Wald, mal über Bergkuppen, mal auf der Forststraße, mal über Stock und Stein, mal auf einem der „Top-Trails“ in Deutschland. Im Vorbeigehen sieht man beispielsweise den ehemaligen rund 80 Meter hohen Nato-Horchposten auf dem Eckstein, die Ossel-Doppelgipfel, den Großen Arber oder den Kaitersberg. Im Berghaus auf dem Hohen Bogen oder in der Diensthütte genießt man unterwegs bei der Pause zu Kaffee und Kuchen den Panoramablick ins Tal. Wer das Gipfelglück noch länger und intensiver erleben will, kann am Hohen Bogen auch im rund 1000 Meter hoch gelegenen Haus „Schönblick“ einchecken. Der Name des Hauses kommt nicht von ungefähr. Und übernachtet wird im Paradies auf dem Berg natürlich standesgemäß, zum Beispiel im Romantik-Chalet, der Alm-Galerie oder in der Himmelssuite mit Sauna, eigenem Whirlpool und Botanik-Bett aus Sumpfeiche. www.schoenblick-hohenbogen.de

Beispiel für Pauschalangebot: Tour de Ge(h)nuss
Wandern und Ge(h)nießen heißt es bei der viertägigen Schnuppertour auf dem Goldsteig, dem mit 660 Kilometern Gesamtlänge, längsten Qualitätswanderweg Deutschlands. Die Tour führt in drei Wanderetappen und auf insgesamt 56 Kilometern durch den Bayerischen Wald von Herzogau bei Waldmünchen nach Arrach. Im Pauschalangebot enthalten sind vier Übernachtungen jeweils im Hotel am Etappenort mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, vier Drei-Gänge-Menüs am Abend, Rucksackverpflegungen für die Wanderungen, Wanderkarte, Rückfahrkarte nach Herzogau sowie freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Bei Anreise mit der Bahn ist ein Abholservice vom Bahnhof Waldmünchen und ein Bringservice zum Bahnhof Bad Kötzting organisiert. Der Pauschalpreis beträgt 225 Euro pro Person im Doppelzimmer, im Einzelzimmer kostet die Pauschale 20 Euro mehr. www.goldsteig-wandern.de/angebote-pauschalen/wandern-ohne-gepack/

Informationen:
Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D 04, 93059 Regensburg,
Tel. 0941 58539-0, info@bayerischer-wald.de, www.bayerischer-wald.de

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